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„Fahre fort mit deinem Vorschlag," antwortete der Mönch,andcutend, daß er nicht wünsche, beobachtet zu werden.
„Mein treuer Gino brachte mir die Nachricht, daß dieser Stefano,wie er glaubt, jetzt im Aufträge der Republik auf den Kanälen ist,denn obgleich der Seemann weniger zur Mittheilung geneigt ist,als gewöhnlich, so ließ er doch Winke fallen, die so etwas schließenlassen. — Die Felucke ist jede Stunde bereit, in See zu gehen, undich zweifle nicht, daß ihr Besitzer lieber seinem natürlichen Herrn,als den zweizüngigcn Bösewichtern des Senats dienen wird. Ichkann so gut bezahlen wie sie, wenn ich gut bedient werde; und ichkann auch strafen, wenn man mich beleidigt."
„Wären Sie außer dem Bereich der Arglist dieser mysteriösenStadt, Signor, so würde dieß Alles ganz verständig sein. Doch,wie wollen Sie sich einschiffen, ohne die Aufmerksamkeit Derer, diewahrscheinlich alle unsere Handlungen bewachen, aufsich zu ziehen?"
„Finden sich doch zu allen Stunden Verlarvte auf den Kanä-len, und wenn auch Venedig in seinem Aufpasser-System sehr weitgeht, so weißt du doch, Vater, daß ohne außerordentliche Ursachen,Masken Sicherheit genießen. Ohne dieß kleine Privilegium würdedie Stadt nicht einen Tag zu bewohnen sein."
„Ich fürchte die Folgen," bemerkte der zögernde Mönch, ob-gleich man aus seinen gedankenvollen Zügen deutlich sah, daß erdie möglichen Fälle des Abenteuers berechnete. „Wird es bekannt,und werden wir angehalten, so sind wir Alle verloren."
„Vertraue mir, Vater, dein Schicksal soll nicht vergessen wer-den, selbst im schlimmsten Fall. Ich habe, wie du weißt, einenOnkel, der beim Papst hoch angeschrieben ist und den Scharlach-hut trägt. Ich verpfände dir mein Ehrenwort, daß ich all' meinenEinfluß bei diesem Verwandten ausbieten will, solche Fürbitte derKirche zu bewirken, daß der Schlag, der ihren Diener treffen sollte,abgewandt werde."
Das Gesicht des Karmeliters ward röthcr, und zum ersten