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Ruderer. In der Gondel des Staates sah man die gewöhnlicheAnzahl der Gondcliere bei ihrer Arbeit, sammt dem dunkeln, einerBahre ähnlichen Baldachin, doch des Fischers Boot war leer.
Das Rauschen der Ruder und Antoniffs Sturz verschlang eineallgemeine Woge. Als der Fischer nach seinem Falle emportauchte,sah er sich ganz allein, mitten auf der weiten, doch ruhigen Was-serfläche. Ein Strahl von Hoffnung wär' vielleicht ihm ausgegan-gen, als er aus der Dunkelheit der See zur glänzenden Schönheitder Mondschein-Nacht cmporstieg. Allein die schlafenden Kuppelnwaren zu fern für menschliche Kräfte, und die Gondeln rauschtenmit toller Hast der Stadt zu. Er wandte sich, schwach schwim-mend, denn Hunger und frühere Anstrengung hatten seine Kräfteerschöpft, und richtete seinen Blick nach dem dunkeln Fleck, den erbeständig für des Bravo's Boot erkannt hatte.
Jacopo hatte mit der größten Anstrengung seiner Sehkraftdas Zusammentreffen bewacht. Durch seine Stellung begünstigt,konnte er sehen, ohne deutlich gesehen zu werden. Er sah, wieder Mönch die Absolution sprach, und wie sich das größere Bootnäherte. Er unterschied de» Fall in's Wasser von dem fflos plät-schernden Rudcrschlag, und sah Antonio's Boot leer hinwcgglcitcn.Kaum hatte die Schiffsmannschaft der Republik mit ihren Ruderndie Lagunen durchfegt, als auch das seine schon das Wasser bewegte.
„Jacopo! — Jacopo!—" tönte es ängstlich und schwach ansein Ohr. Die Stimme ward erkannt und die ganze Begebenheitdurchblickt. Dem Hilferuf folgte das Rauschen des Wassers, dassich vor dem Schnabel der Gondel Jacopo's austhürmte. DerKlang des sich theilenden Elements glich dem Seufzen des Win-des. Wellen und Blasen blieben hinter ihm, wie Sterne hinter derschnell vorüberziehcnden Wolke, und alle Muskeln, die sich heuteschon einmal beim Wettkampf der Gondcliere so schön entwickelthatten, dehnten sich nun, wie es schien, mit verdoppelter Kraft.Energie und Geschick zeigten sich bei jedem Schlag, und der dunkle