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Fleck kam, wie eine Schwalbe, die mit ihren Flügeln das Wasserbestreicht, den Lichtstreif herab.
„Hier, Jacopo! Du steuerst zu weit!"
Der Schnabel des Boots wandte sich und das Feuerauge desBravo erblickte des Fischers Haupt.
„Schnell, guter Jacopo! ich kann nicht mehr!"
Wieder erstickte des Wassers Gemurmel die Worte. Wüthendward die Anstrengung des Ruders, die leichte Gondel schien beijedem Schlage aus ihrem Elemente emporznsteigen.
„Jacopo — hier — lieber Jacopo!"
„Die Mutter Gottes steh' dir bei, Fischer! — ich komme!"
„Jacopo — der Knabe! der Knabe!"
Das Wasser gurgelte; ein Arm war zu sehen in der Luft, jetztverschwand er. Die Gondel trieb nach der Stelle, wo das Gliederschienen, und ein Schlag rückwärts, der das eschene Ruder wieeine Gerte beugte, legte das zitternde Boot bewegungslos bei. Diewilde Bewegung rührte die Lagunen auf, doch als. der Schaumverschwunden, lagen sie ruhig da, wie das blaue, friedliche Him-melsgewölbe , das sie zurückstrahlten.
„Antonio!" erscholl es von den Lippen des Bravo.
Furchtbare Stille folgte dem Ruf. Weder Antwort zu hören,noch Gestalt zu sehen. Mit eisernem Finger drückte Jacopo denGriff seines Ruders, und sein eigener Odem erschreckte ihn. Nachallen Seiten warf er irre Blicke, und auf allen Seiten sah er dietiefe Ruhe des trügerischen Elements, das so schrecklich ist in seinerWuth. Gleich dem menschlichen Herzen schien es zu sympathisirenmit der ruhigen Schönheit der Mitternacht; doch gleich dem mensch-lichen Herzen, bewahrte es seine furchtbaren Geheimnisse.