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Lagunen. Der Jüngling gewinnt mehr Zeit zur Reue, wenn manihm Ruhe läßt."
Der Mönch, der sich erhoben hatte, setzte sich sogleich wieder,als bewegte ihn ein mächtiger innerer Antrieb.
„Ich glaubte, er sei schon weit aus unserem Bereich," murmelteer, gleichsam sich wegen seiner Eile entschuldigend.
„Er ist mehr als kühn, und ich fürchte, er kehrt in die Ka-näle zurück; in diesem Fall begegnet ihr ihm näher der Stadt —oder vielleicht sind auch mehr Gondeln des Staats ausgelaufen —kurz, mein Vater, du wirst der Beichte eines Bravo besser ent-gehen, wenn du die eines Fischers anhörst, der längst aus eine Ge-legenheit wartet, seine Sunden zu bekennen."
Menschen, die denselben feurigen Wunsch hegen, verstehen sichbald. Der Karmeliter faßte sogleich die Meinung seines Gefährten,und seine Kapuze zurückwerfend, wodurch das Antlitz Vater An-selmo's zum Vorschein kam, bereitete er sich vor, die Beichte desalten Mannes anzuhören.
„Du bist ein Christ; und einem Greise wie dir darf ich wohlnicht sagen, wie der Gemüthszustand eines Reuigen beschaffen seinmuß," sagte der Mönch, als Beide bereit waren.
„Ich bin ein Sünder, Vater, gib mir Rath und Absolution,damit ich Hoffnung habe."
„Dein Wille geschehe, — deine Gebete werden erhört — näheredich und knie nieder."
Antonio, der seine Leine au seinen Sitz befestigt und sein Netzmit gewohnter Sorgfalt ausbewahrt hatte, bekreuzte sich andächtigund kniete vor dem Mönche nieder. Sein Sündenbekenntniß be-gann. Viel geistiger Schmerz gab den Worten und Gedanken desFischers eine Würde und Hoheit, die sein Zuhörer nicht gewohntwar, unter Menschen dieser Klasse zu finden. Ein durch so langeLeiden gezüchtigter Geist war erhaben und edel geworden. Ersprach von seinen Hoffnungen in Hinsicht des Knaben, von der
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