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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
Entstehung
Seite
223
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Es sind keine Fischer, das ist wahr, denn es hat viele Ruderund einen Baldachin."

Es ist eine Gondel des Staats," ricfJacopo ans, und tratin sein eigen Boot, es losmachend von dem seines Gefährten; sicht-lich war er in Zweifel, was ferner zu thun sei.Antonio, wirthätcn wohl, uns davon zu machen."

Deine Furcht ist natürlich," sagte der unbewegliche Fischer,und es ist ein Jammer, daß Grund dazu da ist. Für Einen, wiedu, ist es aber noch Zeit, der schnellsten Gondel des Kanals zuentkommen."

Geschwind lichte den Anker, Alter, und mach' dich davonich Hab' ein sicheres Auge. Ich kenne das Boot."

Armer Jacopo! welch' ein Fluch ist ein schuldiges Gewissen!Du bist gütig gegen mich gewesen in der Noth, und wenn Gebeteaus aufrichtigem Herzen dir helfen können, so sollen sie dir nichtfehlen."

Antonio!" schrie der Andere, und ließ sein Boot davon wir-beln, dann hielt er wieder unentschlossen anich kann nichtlänger bleiben trau' ihnen nicht sie sind falsch wie Leuseles ist keine Zeit zu verlieren ich muß fort."

Der Fischer murmelte einen Ausruf des Mitleids, als er ihmein Lebewohl zuwinkte.

Heiliger Antonius, wache über mein Kind, daß cs nicht zusolch' elendem Leben komme," fügte er laut betend hinzu.GuterSame ist auf Felsengruud gefallen bei diesem Jüngling, denn keinMensch hat ein wohlwollenderes und wärmers Herz. Daß doch soein Mensch, wie dieser Jacopo, vom Meuchelmorde leben muß!"

Die Annäherung der fremden Gondel nahm jetzt des Altenganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Schnell schwebte sie heran, vonsechs Rudern getrieben; des Alten Blick folgte fieberhaft dem Flücht-ling. Jacopo hatte mit einer Schnelligkeit, welche die Nothwendig-keit und lange Uebung bei ihm säst zum Instinkt gemacht, seinen