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nicht auf die Galeeren geschleppt, ihre Hoffnungen nicht zerstörtdurch Gesetze, die von harten Tyrannen ausgehen, noch vergießensie Thronen über ihre durch die Gesellschaft der Hefe der Republikverdorbenen Söhne. Sie sprechen von öffentlichen Tugenden. unddem Staat geleisteten Diensten. Doch damit meinen sie, nach ihrerWeise, die Tugend des Ruhms und die Dienste, welche Ehren undBelohnungen bringen. Ihr Gewissen heißt: Staatsbedürsnisse; in-dessen tragen sie Sorge, daß diese Bedürfnisse ihnen so wenig alsmöglich unbequem werden."
„Jacopo, die Vorsehung selbst hat einen Unterschied gemachtzwischen den Menschen. Der Eine ist groß, der Andere klein; Einerschwach, der Andere stark; Dieser weise, Jener dumm. Was dieVorsehung geschaffen hat, darüber sollten wir nicht murren."
„Die Vorsehung hat keinen Senat geschaffen; das istMenschen-Erfindung. Merk' auf, Antonio! Deine Sprache hat beleidigt, unddu bist nun nicht länger sicher in Venedig. Sic verzeihen Alles,nur keine Klagen gegen ihre Gerechtigkeit. Die sind zu wahr, alsdaß sie vergeben werden könnten."
„Können fie wünschen, Jemanden wehe zu thun, weil er seinKind sucht?"
„Wärest du groß und geachtet, so würden fie eher dein Glückund deinen Ruf untergraben, ehe sie litten, daß du ihr System inGefahr brächtest; da du aber schwach und arm bist, so werdensie dir irgend ein unmittelbares Leid zusügen, wenn du dich nichtmäßigst. Vor allen Dingen warn' ich dich, daß sie ihren Willendurchsetzen werden."
„Kann Gott das dulden?"
„Wir können seine Geheimnisse nicht ergründen;" erwiedertcder Bravo, sich fromm bekreuzigend. „Wenn seine Herrschaft mitdieser Welt endete, dann wäre es- wohl ungerecht, daß die Gottlosen
triumphiren, doch, wie cs ist, so-jenes Boot naht schnell!
mir gefällt sein Aeußeres und seine Bewegung nicht."