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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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uns gewesen, um zu wissen, daß die Republik nie ihre Diener ver-gißt, und nie eine Beleidigung vergibt."

Es ist ein alter Staat, dessen Einfluß noch immer weit undnahe reicht."

Nehmen Sie sich in Acht auf diesen Stufen. Ein unsichererFuß gleitet auf diesem Marmor."

Der meinige ist zu geübt im Hinabstcigen, um unsicher zusein. Ich hoffe, ich steige diese Treppe nicht zum letzten Mal hinab."

Der Beamte that, als verstände er die Frage nicht, und be-antwortete nur die vorhergehende Bemerkung.

Es ist in Wahrheit ein ehrwürdiger Staat," sagte er,nurein wenig schwankend vor Alter. Alle Freunde der Freiheit müssentrauern über die Abnahme einer so glorreichen Herrschaft. 8io irem-sil n'Ioriu mumli! Ihr baarfüßigen Karmeliter thut wohl daran,euer Fleisch zu kreuzigen in der Jugend, dadurch entgeht ihr demSchmerz abnehmender Kräfte. Jemand, wie ihr, kann nur wenigeJugendsünden abzubüßen haben."

Niemand von uns ist ohne Sünde," erwiederte der Mönch,sich kreuzigend.Wer sich damit schmeicheln wollte, daß seine Seelevollkommen sei, würde nur noch das schwere Gewicht der Eitelkeitzu seinem Leben hinzusügen."

Männer meines Standes, heiliger Karmeliter, haben wenigGelegenheit in ihr Inneres zu blicken, und ich segne die Stunde,die mich in Gesellschaft eines Gottesmannes, wie Sie, brachte.Meine Gondel wartet wollen Sie einsteigen?"

Mißtrauisch blickte der Mönch seinen Gefährten an, doch wohlwissend, daß Widerstand vergeblich wäre, murmelte er ein kurzesGebet und stieg ein. Ein starker Ruderschlag verkündete ihre Ab-fahrt von den Stufen des Palastes.