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aller Fassung gebrachte Violetta aus. „Ich habe ja auch Theilan seiner Unbesonnenheit, er that ja Nichts ohne Aufmunterung vonmeiner Seite."
Der Mönch und Donna Florinde blickten sich in stummer Be-stürzung an, ihre Blicke sprachen nicht ohne Theilnahme die Nutz-losigkeit der Vorsicht aus, wenn Leidenschaft sich daraus setzt, dieWachsamkeit der blos Verständigen zu täuschen. Der Mönch gebotSchweigen durch einen Wink, indem er sich zum Diener wandte.
„Was für Abgesandte des Staates sind es?" fragte er.
„Vater, es find dessen wohlbekannte Beamte, und tragen dieZeichen ihrer Würde."
„Und ihr Begehr?"
„Sic verlangen Donna Violetta zu sprechen."
„Noch ist Hoffnung!" rief der Mönch, freier athmend, aus.Durch's Zimmer schreitend öffnete er eine Thür, die zur Hauskapelleführte. „Ziehen Sie fich zurück in die heilige Kapelle, Don Camillo,bis wir Aufklärung erhalten über diesen ungewöhnlichen Besuch."
Die Zeit war dringend, der Aufforderung ward sogleich Ge-nüge gcthan. Der Herzog ging in die Kapelle, und sobald dieThür hinter ihm geschlossen war, ward dem treuen, des Vertrauenswürdigen Diener anbefohleu, die Wartenden einzusühren. NurEine Person erschien. Ans den ersten Blick erkannte man in ihmeinen öffentlichen und verantwortlichen Beamten der Regierung, deroft geheime und schwierige Pflichten auszusühren hatte. DonnaVioletta ging ihm, aus Achtung vor Denen, die ihn gesandt, ent-gegen, und zwar mit der Fassung, die lange Hebung den Großen gibt.
„Ich fühle mich geehrt durch die Sorgfalt meiner gefürchtetenund erhabenen Vormünder," sagte sie, sich verneigend für den tiefenBückling, mit dem der Abgesandte die reichste Erbin von Venedigbegrüßte. „Welchem Umstande verdanke ich diesen Besuch?"
Der Beamte blickte mit gewohnter argwöhnischer Vorsicht um-her, wiederholte seine Begrüßung und antwortete:
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