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Weise Hoffnung gemacht, die deinem Rathc und der jungfräulichenSittsamkcit zuwider ist, so überlege nur, daß wenn er gezögerthätte, sich in die Giudecca zu werfen, cs jetzt außer meiner Machtgewesen wäre, ihm diese geringe Gunst zu gewähren. Warum sollich weniger großmüthig sein, als mein Erretter? Nein, Camillo,vernrthcilt mich der Senat, mich einem Andern zu vermählen alsdir, so sei dieß mein llrthcil znm Ledigblciben; ich verberge meinenGram in einem Kloster, bis ich sterbe!"^
Feierlich und schrecklich unterbrach dieß so schnell zur Erklä-rung gediehene Gespräch der Ton der Glocke, die zu läuten derKammerdiener, ein geprüfter und treuer Diener, bevor er in'sZimmer trete, Befehl erhalten hatte. Da dieser Befehl mit dembegleitet war, nur dann zu erscheinen, wenn er anfgesordcrt oderdurch einen dringenden Grund dazu vermocht würde, so verur-sachte der Ton, selbst in diesem begeisterten Augenblick, eine plötz-liche Panse.
„Was ist das!" riefder Carmcliter dem rasch eintrctcnden Dienerentgegen. „Was bedeutet diese Nichtbefolgung meines Befehls?"
„Vater, die Republik!"
„Ist St. Marcus in Gefahr, daß Weiber und Priester zu sei-nem Beistand berufen werden?"
„Es sind Staatsbeamte unten, die Einlaß begehren im Namender Republik."
„Das wird ernsthaft," sagte Don Camillo, der allein seineGeistesgegenwart nicht verlor. „MeinBesuch ist bekannt geworden,und die thätige Eifersucht des Staats ahnet dessen Zweck. RufenSie Ihre Entschlossenheit herbei, Donna Violetta, und Sie, meinVater, seien Sie guten Muths! ich will die Verantwortlichkeit desVerbrechens, wenn es ein solches ist, auf mich nehmen, und alleAndern von der schweren Bürde des Vorwurfs befreien."
„Gib es nicht zu, Vater Ansclmo. Theure Florinde, wirwollen seine Strafe mit ihm Heilen!" rief die erschreckte, außer