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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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Glücksgütern angemessene Partie? Wie können wir wissen, ob dieGüter meiner jungen Frenndin mindern Werth haben in den Augendes Duca von St. Agata, als in den Augen Desjenigen, den derSenat zu ihrem Gemahl erwählt?"

Könnte dieß sein!" rief Violctta aus.

Glaub' es nicht; meine Reise nach Venedig ist kein Geheim-niß. Ich suche die Zurückgabe von Ländereien und Häusern, dieman meiner Familie lange vorenthalten hat, in Verbindung mitSenatswürden, die mir von Rechtswegen zukommen. Freudig geb'ich Alles auf für deine Liebe."

Hörst du es, Florinde? Nein, Don Camillo darf man nichtmißtrauen."

Was ist doch der Senat und alle Macht des St. Marcus,daß sie unser Leben elend machen sollten? Sei mein, geliebteViolctta! und in meinem festen Schlosse in Calabrien wollen wirihrer Rache und ihrer Politik trotzen. Ihre getäuschte Hoffnungsoll Stoff zum Scherz für meine Vasallen liefern, und unser Glücksoll das Glück von Tausenden machen. Ich affectire weder Nicht-achtung der Rathswürde, noch Gleichgültigkeit für das, was ichverliere; doch für mich hast du bei weitem mehr Werth, als diegehörnte Mütze selbst mit all' ihrem eingebildeten Ruhm und Einfluß."

Großmüthiger Camillo!"

Sei mein, und erspare den kalten Rechenmeistern im Senatein neu Verbrechen. Sie gedenken über dich zu verfügen nachihrem Vortheil, als seist du eine werthlose Waare. Doch duwirst ihre Absicht vereiteln. Ich lese deinen hochherzigen Entschlußin deinen Augen, Violctta; dein Wille wird triumphiren überihre List und ihren Egoismus."

Verhandelt möcht' ich nicht werden, Don Camillo, wohl abererworben und gewonnen, wie sich's ziemt für ein Mädchen meinesStandes. Vielleicht lassen sie mir auch freie Wahl. Signor Gra?