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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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und der Nichtbeachtung der Fasttage der heiligen Kirche,thörichte Verleumdungen, gut für die Ohren eines Priesters."

Gibt's sonst nichts?"

Eine andere Klage beschuldigt einen Ehemann der Vernach-lässigung. Es ist Weibergelritzel, und trägt deutlich den Stempelweiblicher Rachsucht an der Stirn."

Die bald zu erwecken, und eben so bald zu besänftigen ist.Mag das Gerede der Nachbarn Ruhe bringen in den Hausstand.Was folgt zunächst?"

Ein Kläger bei dem Gerichtshöfe klagt über die Saumselig-keit der Richter."

Das tastet den Ruf von St. Marcus an und muß untersuchtwerden."

Halt!" unterbrach Signor Gradenigo.Das Tribunal han-delt mit gutem Bedacht es betrifft einen Hebräer, der um wich-tige Geheimnisse weiß. Die Sache verdient Ueberlegung, ich ver-sichere Euch."

Vernichtet die Klage. Gibt's noch mehr?"

Nichts Bedeutendes. Die gewöhnliche Anzahl Witzeleien undscherzhafter Knittelverse, die nichts bezwecken. Sammeln wir auchmanch' gutes Korn unter diesen geheimen Anklagen, so kommt dochbei weitem mehr Unsinn ein. Mit der Ruthe wollt' ich einen zehn-jährigen Knaben auspeitschen, der unser sanftes Italienisch nichtin bessere Verse zu bringen verstände!"

Das ist der Uebermuth der Sicherheit. Mag's immerhindvrchgeh'n; denn Alles, was zum Zeitvertreib dient, unterdrückt un-ruhige Gesinnungen. Wollen wir nun zu Sr. Hoheit, Signori?"

Sie vergessen den Fischer," bemerkte ernsthaft Signor Gra-denigo.

Da haben Ew. Gnaden recht. Was das für ein Geschäfts-kopf ist! Nichts Nützliches entgeht seinem stets regen Geist."

Der alte Senator, wenn gleich zu erfahren, um sich durch diese