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gebracht; doch, wir bestachen de» Kammerdiener, wie du dich ent-sinnst, und gelangten wie von Ungefähr zu ihm."
„War das hinreichend?"
„Ja wohl! unsere Bedingungen lauteten dahin, daß wir imLaufe von zehn Wochen, zehn Souverains in ihren eigenen Schlös-sern sprechen sollten. O! es ward ehrlich gewonnen, und ich glaube,recht fröhlich wieder durchbracht."
„Letzteres kann ich bezeugen, denn ich verließ dich nicht, solange noch ein Goldstück übrig war. Es gibt verschiedene Weisen,sein Gold in den Hauptstädten der Nordländer los zu werde:;, unddieß Werk ist bald vollendet. Für ein paar müssige Jugcndjahrcsind es recht angenehme Gegenden."
„Nur schade, daß ihr Klima so rauh ist."
Ein leichter, allgemeiner Schauder sprach hier die italienischeSympathie ans, doch setzte man das Gespräch weiter fort.
„Eine bessere Sonne und ein hellerer Himmel wär' ihnen frei-lich zu wünschen; indcß führen sie einen guten Tisch und es fehltihnen nicht an Gastfreundlichkeit," bemerkte Signor Gradenigo, derstets vollen Antheil genommen am Gespräch, wenn gleich es unsnicht nöthig geschienen, die Sprechenden genau zu unterscheiden, dasie die ausgesprochenen Ansichten so vollkommen mit einander theil-ten. „Selbst bei den Genuesen sind mir frohe Stunden geworden,obgleich ihre Stadt einen Anstrich von Besonnenheit und Mäßigunghat, der nicht immer mit den Neigungen der Jugend übereinstimmt."
„Ja, sogar Stockholm und Kopenhagen haben ihre Annehm-lichkeiten, das versichere ich Euch. Ich verlebte eine Saison in bei-den. Der Däne ist ein guter Spaßmacher und vortrefflicher Fla-schen-Gesellschafter."
„Nun in dieser Hinsicht übertrifft der Engländer wohl alleAndern. Wenn ich euch erzählen sollte, lieben Freunde, wieweitihre Fähigkeiten in dieser Lebensweise gehen, ihr würdet meinenWorten nicht trauen. Was ich davon gesehen, scheint selbst mir