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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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Marcus steh' mir bei mit -seiner Fürbitte! Wie viele vergnügteStunden verbrachte ich zwischen Marais und Chateau. Sahst duje die Grast» Mignon in den Gärten?"

St. Du wirst redselig, vnro; nun, es fehlte ihr nicht anGrazie und Freundlichkeit, das muß ich sagen. Wie spielte mandamals in den Versammlungshänsern!"

Das Hab' ich erfahren, zu meinem Schaden. Könnt Ihrglauben, daß ich einst tausend Zcchinen am Spieltisch der schönenHerzogin von verlor, und doch scheint es mir noch jetzt nurein Augenblick, daß ich gespielt hatte."

Ich entsinne mich jenes Abends. Du saßest zwischen derGemahlin des spanischen Gesandten und einer englischen Milady.Du spieltest rou^o-ol-iroir, von zwei Seiten, denn deine Augenwaren bei deiner Nachbarin, anstatt bei den Karten. Giulio, ichhätte den halben Verlust zahlen mögen, blos um deines Vaters,des edlen Senators, nächste Epistel zu lesen."

Nie hat cr's erfahren niemals wir hatten unsere Freundeam Rialto, und die Rechnung ward einige Jahre darauf in Ord-nung gebracht. Du warst bei Ninon gut angcschrieben, Enrico."

Der Gefährte ihrer müssigen Stunden, der sich im Sonnen-schein ihres Witzes wärmte."

Man sagte mehr von ihrer Gunst."

Plaudereien der Salons. Ich versichere, Signori, eitler Zun-gen Geschwätz, obgleich ich nicht sagen will, daß irgend ein Ande-rer freien Zutritt gehabt hätte."

Warst du von der Gesellschaft, Alessandro, die in einem An-fall von Uebermuth von Land zu Land reiste, bis im Laufe vonzehn Wochen eben so viele Höfe besucht waren?"

War ich's nicht, der sic dazu bewegte? Welch' Gedächtnißbekommst du! Es ging um hundert Louisd'or, und sie wurden mitAblauf der letzten Stunde gewonnen. Eine Verzögerung unseresEmpfangs beim Kurfürsten von Baiern hätte uns beinah' darum