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Sein Gefährte legte ihm hier Plötzlich die Hand auf den Mund,und hinderte so seine weitere Rede.
„Warum unterstehst du dich, den Klagen Antonio's Einhaltzu thnn?" fragte streng der Richter.
„Es ist nicht anständig, so unehrerbietige Reden in so edlerVersammlung anznhören," antwortete Jacopo, sich ehrfurchtsvollverneigend. „Dieser alte Fischer, gefürchtete Signori, ist erhitztvon Liebe für sein Kind, er spricht jetzt, was in kühleren Augen-blicken ihn gereuen wird."
„St. Marcus fürchtet die Wahrheit nicht! Hat er mehr zusagen, so laß ihn sprechen."
Doch der aufgeregte Antonio begann sich zu besinnen. DieHitze, die sein Gesicht überflogen, verschwand, und die nackte Brusthob sich ruhiger. Er stand da, wie Jemand, den Bescheidenheitund Anstand mehr verdammten als sein Gewissen, mit ruhigemBlick,mit der Gelassenheit, die seinen Jahren, und der Ehrfurcht, dieseinem Stande geziemte.
„Hab' ich beleidigt, erhabene Patricier," sagte er sanfter, „sobitt' ich, vergessen Sie den Eifer eines unwissenden Alten, dessenGefühle den Anstand überwältigt, und der weniger geschickt ist, dieWahrheit edlen Ohren angenehm zu machen, als sie auszusprcchen."
„Du magst jetzt gehen."
Die Bewaffneten näherten sich , und führten Antonio und sei-nen Gefährten aus erhaltenen Wink durch dieselbe Thür ab, durchdie sie gekommen. Die andern Beamten des Tribunals folgten,und die geheimen Richter blieben allein im Urtheils-Zimmer.