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erregenden Charakter der Düsterkeit erhielt. An der einen Seitedes Zimmers, Antonio gegenüber, saßen drei Männer auf kuru-lischen Stühlen, doch konnte man sie, da ihre Gesichtszüge und Ge-stalten durch Masken und weite Anzüge verhüllt waren, nicht er-kennen. Einer dieser Machthaber trug eine carmoisinfarbenc Robe,als Repräsentant des Gerichtshofes des Dogen. Die beiden An-dern in Schwarz waren Diejenigen, die aus dem Rathe der Zehn-männer, selbst nur ein temporärer, gelegentlich berufener Gerichts-hof, die glücklichen oder vielmehr unglücklichen Kugeln gezogen.Zwei oder drei Subalternen, nahe dem Tische, so wie die nochniedrigeren Beamten des Orts waren durch ähnliche Verkleidungen,wie die der Oberhäupter, unkenntlich gemacht. Jacopo schien dicßSchauspiel, wenn gleich mit Achtung und Scheu, doch wie Jemand,der dessen schon gewohnt, zu betrachten; der sichtliche Eindruckaber, den es auf Antonio machte, war nicht zu verkennen. Wahr-scheinlich sollte die lange Pause, die nach seinem Eintritt erfolgte,diesen Erfolg hcrvorbringen, denn von allen Seiten bewachten ihnscharfe Blicke.
„Man nennt dich Antonio von den Lagunen?" — fragte einerder Secretärc nahe dem Tische, nachdem er von dem carmoisin-farbencn Mitglied ein geheimes Zeichen zum Befragen erhalten.
„Ein armer Fischer, Excellenz, der dem heiligen Antonio vomwunderbaren Zuge viel verdankt."
„Und du hast einen Sohn, der deinen Namen trägt und deinGewerbe treibt?"
„Es ist Christenpflicht, sich dem Willen Gottes zu unterwerfen.Mein Sohn ist seit zwölf Jahren todt, seit dem Tage, als dieGaleeren der Republik die Ungläubigen von Corfu nach Candiajagten. Er ward mit vielen Andern von seinem Beruf in jenemblutigen Gefecht getödtet, edle Signori."
Eine Bewegung des Erstaunens zeigte sich unter den Schrei-bern, sie flüsterten einander zu und schienen die in ihren Händen