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und ohne Schrecken zu verratheii, mit ruhigem, ergebenem Blickzu Jacopo.
„Gewiß wollen die durchlauchtigen Herren mir Gerechtigkeitwiderfahren lassen," sagte er, „den Ucberrest seiner grauen Haarestreichelnd, wie gewöhnlich Leute seines Standes thnn, wenn sievor Vornehmeren erscheinen sollen; „und cs würde einem niedrigenFischer schlecht anstehen, ihnen die Gelegenheit dazu zu rauben.Besser war' es freilich, man wendete hier in Venedig weniger Ge-walt an, wenn es auf die einfache Entscheidung von Recht und Un-recht ankommt. Doch, die Großen mögen gar gern ihre Machtzeigen, und der Schwächere muß nachgebcn."
„Wir werden ja sehen," antwortete Jacopo, der bei dem ver-unglückten Versuch des Anderen, sortzukommcn, keine Thcilnahmegeäußert. Ein langes Stillschweigen erfolgte. Die Hellebardiereverharrten in ihrer steifen Haltung, im Schatten der Wände, gleichzwei unbeweglichen Statuen im Gewände und der Bewaffnung desZeitalters, während Jacopo und sein Gefährte, fast eben so starrund unbeweglich, die Mitte des Zimmers einuahmen.
Es wird hier nicht überflüssig sein, dem Leser einige besondereStaatseinrichtungen des Landes, von dem wir schreiben, und diemit der Scene, die jetzt folgt, in Verbindung stehen, zu erläutern:denn der Name Republik — ein Name, der, wenn er überall etwasbedeutet, recht eigentlich das allgemeine Interesse an die Spitze stellt,und doch so oft zum Vorrecht und Monopol privilegirter Klassengeworden, — mag ihn wohl zu dem Glauben verleitet haben, hier,— wenigstens in Hinsicht der Grundzügc der Regierungsform —einige Ähnlichkeit mit den gerechten, und daher populären Insti-tutionen seines eigenen Landes*) zu finden.
In den Zeitaltern, als die Herrscher noch profan genug waren,zu behaupten, und die Beherrschten schwach genug, es zuzngeben,daß das Recht eines Mannes, Seinesgleichen zu beherrschen, ein
') Der Verfasser spricht natürlich zu nordamerikanischen Lesern.