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folgte, war so drückend für Antonio, daß es ihm eine Art Erlösungschien, als mit tiefem Odemzug Jacopo sich wieder zn fassen schien.
„Ich wollte willentlich nichts sagen —"
„Es hat nichts zu bedeuten," unterbrach ihn Jacopo mit dumpferStimme. „Es hat nichts zu bedeuten; wir wollen ein andermaldarüber sprechen. Jetzt folge, und schweig'."
Antonio's selbstbestellter Führer schlug den Pfad vom Wasserweg ein, und deutete Letzterem an, ihm zu folgen. Der Fischer ge-horchte; dem Armen, Hcrzbedrückten war es gleich, wohin er ge-führt ward. Jacopo trat zuerst in den Hof vor dem Palast desDogen; seine' Schritte waren gemächlich, und der vorüberzichendenMenge schienen sie, gleich tausend Anderen, nur hier zu wandeln,um sich der frischen Nachtluft , oder der Vergnügungen der Piazzazu erfreuen. Im dunklen und gebrochenen Licht des Hofes bliebJacopo stehen, sichtlich um die Personen zu betrachten, die dieserenthielt. Vermuthlich sah er keinen Grund zum Zögern, denn nacheinem, seinem Begleiter gegebenen Zeichen, durchschritt er den Platzund stieg die wohlbekannten Stufen hinaus, von denen Faliero'sHaupt einst hinabrollte, und die, von den oben stehenden Statuen,die Riescntreppe genannt werden. Vorüber zogen sie dem berühm-ten Löwenrachen, und wollten rasch die offene Galerie entlang gehen,als ihnen ein Hellebardier der herzoglichen Garde entgegentrat.
„Wer da?" fragte der Miethling, ihnen seine lange, ge-fährliche Waffe vorhaltend.
„Freunde des Staats und des heiligen Marcus."
„Niemand passirt zu dieser Zeit ohne die Parole."
Jacopo deutete Antonio an, stille zu stehen, er selbst nähertesich dem Hellebardier und lispelte ihm einige Worte in's Ohr.Alsobald richtete er die Waffe aus, und schritt mit gewohnter Gleich-gültigkeit die lange Galerie auf und ab. Die Beiden gingen weiter;Antonio, nicht wenig erstaunt über Alles, was er gesehen, folgte eil-fertig seinem Führer, sein Herz schlug lebhaft in unbestimmter Hoff-