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Willigkeit crtheilt werden wird, als cch er der beliebteste Dienerunseres eigencnHauses wäre. Edele und Bürger von Venedig, lernetbei dieser Gelegenheit eure vortrefflichen, unbestechlichen Gesetzeschätzen! denn gerade in den Handlungen des gewöhnlichen Lebenswird der väterliche Charakter einer Regierung sichtbar, währendaus Sachen von höherer Bedeutung die Augen einer Welt gerichtetsind, Willfährigkeit für ihre Meinungen heischend."
Der Doge sprach diese einleitenden Bemerkungen mit festerStimme, wie Derjenige pflegt, welcher des Beifalls seiner Zuhörer-gewiß ist. Er täuschte sich nicht. Kaum hatte er ausgercdct, sodurchlief die Versammlung ein beifälliges Gemurmel, und theiltesich auch den Tausenden mit, die seine Stimme nicht vernahmen,und noch viel Mehreren, die seinen Sinn nicht errathcn konnten.Die Senatoren beugten ihre Köpfe als Anerkennung, daß ihr Ober-haupt nur Wahrheit ausgesprochen, und der Fürst selbst fuhr fort,nachdem er der Loyalität volle Zeit gelassen hatte, ihren Beifallzu äußern:
„Es ist meine Pflicht, Antonio, und weil meine Pflicht, auchmeine Freude, dir diese goldene Kette umzuhängen. Das Ruder,welches sie trägt, ist ein Symbol deiner Geschicklichkeit, und wirdunter deinen Standesgcnosscn ein Zengniß sein von dem Wohl-wollen und der Unpartheilichkeit des Staates und von deinem Ver-dienste. Nimm es denn hin, kräftiger alter Mann, denn deinHaupt hat das Alter kahl gemacht und deine Wangen gefurcht,auf die seltene Kraft deiner Sehnen aber, und auf deinen kühnenMuth hat cs keinen Einfluß gehabt."
„Hoheit!" erwiederte Antonio, einen Schritt zurücktretend, alser sah, daß man erwartete, er möge sich bücken, um das Kleinodin Empfang zu nehmen, „es ziemt sich für mich nicht, ein solchesZeichen der Größe und des Glücks zu tragen. Der Glanz desGoldes würde meine Armuth höhnen, und eine Kostbarkeit aus sofürstlicherHand fände eine schlechte Stelle aufmeiner nackten Brust."