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Bartolomeo, als der Vierte und Letzte in der vollkommensten Wett-fahrt, die man je auf den Wassern in Venedig gesehen hatte.
Als die Fähnchen fielen, hielt jeder der Zuschauer voll Er-wartung den Atbcm an. Wenige wußten, wer gesiegt habe, so nahewaren die Kämpfer an einander gewesen. Ein Trompetenzeichcngebot Ruhe, und ein Herold rief nun öffentlich aus, daß
„Antonio, ein Fischer von den Lagunen, mit Hilfe seinesSchutzpatrons vom wunderbaren Fischzug, den goldenen Preis davon.getragen habe, während einem maskirten Schiffer, welcher sich derObhut des heiligen Johannes von der Wüste anvertraut habe, dersilberne Preis zugefallen sei, der dritte aber dem CalabresenGino, einem Diener Don Camillo Monforte's, des Herzogs vonSanct Agata, eines Herrn vieler Besitzthümer in Neapel."
Dieser feierlichen Bekanntmachung folgte zuerst eine Grabes-stille. Darauf erhob sich der laute Jubelruf der Menge, welcherAntonio's Namen zu den Wolken trug, als würde der Sieg einesgroßen Helden gefeiert. Alle Verachtung war über seinen Triumphvergessen. Die Fischer von den Lagunen, welche noch kürzlich ihrenalten Kameraden mit Schimpf überhäuft hatten, priesen jetzt seinenRuhm mit einem Eifer, welcher schnellen Uebergang vom Verdrußzum Stolze kund gab, und wie es immer der Preis eines glück-lichen Erfolges war und immer sein wird, so wurde Der, welcherzuvor am wenigsten des Lobes würdig schien, jetzt dessen am mei-sten theilhaftig, sobald sich zeigte, daß er gegen Aller Erwartungder Sieger war. Zehntausend Stimmen erhoben sich, seine Ge-schicklichkeit und seinen Sieg zu rühmen. Jung und Alt, die Schö-nen, die Stutzer, die Edelen, Die, welche Zechinen gewannen,und Die, welche verloren, Alle bemüheten sich, einen Blick desdemüthigen alten Mannes zu erhaschen, der so unerwartet diesenWechsel der Empfindung in den Gemüthern der Menge hervorge-rufen hatte.