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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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pfängerin zu ihrem künftigen Glücke gesegnet sein möchte. Siewechselte mit dem Karmeliter verstohlen einen Blick vollBesorgniß;sie schwiegen aber Beide, und es folgte dem Begegnen eine lange,gedankenvolle Pause.

Da weckte ein Kanoueuschuß und ein Getümmel auf demgroßen Kanäle, dem Orte des beginnenden Kampfes zunächst, unddanach eine Helle Trompetcn-Faufare die kleine Gesellschaft ausihrem Sinnen, und erinnerte die ganze fröhliche, lachende Mengean ihren gegenwärtigen Zweck. Aber damit die Erzählung regel-mäßig fortschreite, wird es dienlich sein, das inzwischen Geschehenenachzuholcn.

Neuntes Kapitel.

Hier bist du, ausgestattet, froh und frisch.

Und eil'st der Zeit voran mit keckem Muthe.

Shakespeare.

Ä^ir haben gesehen, daß die zur Wettfahrt bestimmten Gon-deln an den Ort des Auslaufs bugsirt wurden, damit die Gonde-liere den Kampf mit unverringerten Kräften beginnen könnten. Beidieser Vorsichtsmaßregel hatte man auch deu demüthigen, halb-bekleideten Fischer nicht vergessen, und auch sein Boot mit an diegrößeren Barken befestigt, denen dieß Geschäft oblag. Nun aber,als er den Kanal entlang, an den vollgedrängten Balkonen undächzenden Schiffen, welche aus beiden Seiten ihn säumten, vorüber-kam, erhob sich ein hämisches, verspottendes Gelächter, denn esscheint, je größerer Schade einen Menschen trifft, desto ärger unddreister wird der Spott.

Dem alten Manne entgingen die Bemerkungen nicht, die überihn gemacht wurden, und wie unser Ehrgefühl selten mit unseremGlücke zugleich stirbt, so kannte auch er seine niedrige Lage zu gut,