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„Bring' nur deine Fracht, Signore! Der Handel soll gleichabgemacht sein."
„Adieu — Ich wollt' dir empfehlen, dich aller anderen Ge-schäfte zu enthalten, und aufzupassen, daß deine Leute nicht imSaus und Braus des morgenden Tages dit nöthige Nüchternheitverlieren."
„ Gott geleit' dich, Signor Roderigo. — Es soll an Nichts fehlen."
Der Bravo sprang in seine Gondel, und diese flog mit einerSchnelligkeit dahin, daß man sah, welch' ein geübter Arm das Ruderregierte. Er winkte mit der Hand noch ein Lebewohl, und dasBoot verschwand unter den Schiffen, welche den Hafen erfüllten.
Noch einige Minuten lang ging der Padrone der bella Sorren-tina auf dem Verdeck auf und nieder, und athmete die frische See-luft, die über den Lido kam. Dann legte er sich schlafen. Die dunk-len, schweigenden Gondeln, welche Hundertweise das Bassin durch-schwommen hatten, waren alle verschwunden. Kein Gesang wardmehr gehört auf den Kanälen, und die allezeit geräuschvolle, eigen-thümliche Stadt schien jetzt den Todcsschlas zu schlafen.
Achtes Kapitel.
Da kam der FischerVon seiner grünen Insel und mit ihmSein Weib und Kind, da kam vom fesien LandDer Landmann, und eS kamen Nonn' und Mönch,Dorsmiidchen auch, ihr erster Ausflug war'S,
Die Alle drängten sich zur Fahr',
Rogcrö.
Ein schönerer Tag, als jener Nacht folgte, von der wir zuletzterzählt haben, war noch nie heraufgekommen über die mächtigenDome, über die prächtigen Paläste lind schimmernden Kanäle Vene-