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ihnen die Mühe eines Unterhändlers ersparen. Ich bin bereit, selbstdem Dogen auf dem Throne mein erlittenes Unrecht zn klagen, einarmer Greis, wie ich, hat von ihrem Zorne wenig mehr zu fürchten."
„Du glaubst also, ich sei gesendet, um dich zu verrathen."
„Du magst deine Sendung am besten kennen."
Der Andere nahm nun die Maske ab, und im Mondenlichterkannte Antonio seinen Gefährten.
„Jacopo!" rief der Fischer erstaunt, und starrte die ausdrucks-vollen italienischen Züge an; „ein Mann deines Gewerbes kannmit mir nichts zu schaffen haben."
Eine Röthe, die selbst bei dem schwachen Mondlicht sichtbarwar, überflog das Gesicht des Bravo; durch nichts Anderes verriether die Aufwallung seines Gefühls.
„Du irrst dich. Ich habe mit dir zu schaffen."
„Achtet der Senat einen Fischer von den Lagunen der Mühewcrth, daß er durch ein Stilett falle? So stoß denn zn," sagte er,und blickte auf seine braune, entblößte Brust, „hier ist Nichts, dasdich hindern könnte."
„Antonio, du thust mir unrecht. Der Senat hat solche Absichtgar nicht. Vielmehr, weil ich gehört habe, daß du Grund zur Un-zufriedenheit hast, und nun öffentlich auf dem Lido und zwischenden Inseln über Dinge sprichst, welche die Patricier Leuten deinesStandes gern aus dem Gesichte rücken, so komme ich als Freund,dich vor den Folgen solcher Unvorsichtigkeit zu warnen, nicht aberdir Uebles zuzufügen."
„Bist du abgeschickt, mir dieß zu sagen?"
„Alter Mann, die Erfahrung deiner Jahre sollte dich gelehrthaben, deine Zunge im Zügel zu halten. Was nützen eitle Klagenüber die Republik, oder was für Früchte können sie bringen, alsUnheil für dich und das Kind, welches du lieb hast."
„Ich weiß nicht — aber wenn das Herz voll ist, so läuft derMund über. Sie haben meinen Knaben hinweggenommen und haben