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Es erfolgte eine Pause, nur unterbrochen durch die Thurmuhrvom großen Platze, welche eilf schlug, die vierte Stunde der Nachtnach italienischer Weise. Der Senator fuhr auf, sah aus eine Uhrseines Zimmers und sagte darauf:
„Es ist gut. Deiner Aufrichtigkeit und Pünktlichkeit soll ge-dacht werden. Sieh' nach dem Fischer Antonio. Man muß nichtzugeben, daß das Murren des alten Mannes Mißfallen erwecke, umeine solche Kleinigkeit, daß man seinen Enkel von einer Gondel zueiner Galeere versetzt hat. Besonders aber beobachte die Gerüchteauf dem Rialto. Der Glanz und das Ansehen eines adeligen Na-mens soll nicht wanken um einiger Jngcndverirrungen willen. Aberdieser Fremde — geschwind deine Maske und deinen Mantel —gehe aus dem Hause, als wärst du nur ein Freund, der die müssi-gcn Spielereien dieser Tageszeit mittreibt."
Der Bravo verhüllte sich mit der Gewandtheit, welche dielange Uebung ihm gab, aber mit einer Ruhe, welche sich nicht soleicht aus ihrer Haltung bringen ließ, als die des Senators. Die-ser sagte nichts weiter, aber ein ungeduldiger Wink seiner Hand be-deutete Jacopo, sich eilig zu entfernen.
Als die Thüre sich geschlossen hatte und Signor Gradenigoallein war, sah er noch einmal nach der Uhr, fuhr mit der Handlangsam und nachdenkend über seine Stirn und ging wieder auf undab. Beinahe eine Stunde dauerte diese Uebung, oder vielmehr dieseMitleidenschaft des Leibes mit einer vielleicht überarbeiteten Seele,ohne äußere Unterbrechung fort. Da ward leise an die Thür ge-klopft, und nach dem gewöhnlichen Herein-Nus erschien ein andererdicht maskirter Mann, wie denn dieß allgemeiner Gebrauch zu jenerZeit in Venedig war. Der Senator schien seinen Gast an der Ge-stalt zu erkennen, und empfing ihn mit dem zierlichen Anstand, wel-cher damals herrschte, aber wie Jemanden, der erwartet kommt.
„Der Besuch Don Camillo Montforte's ist mir eine Ehre,"sagte er, während dieser Mantel und Maske «Meiste. „Ihr kommt
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