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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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seine Ansichten über die neuliche dringende Maßregel, alle jungen Leutevon den Lagunen zum Dienst in denFlotten des Staats einzustellcn?"

Ich weiß, daß die Aushebung ihm den Jungen, der in seinerGesellschaft arbeitete, entrissen hat."

Um ehrenvoll, und vielleicht nicht ohne Gewinn, für dasWohl der Republik zu arbeiten."

Möglich, Signore!"

Du bist heute Abend kurz in deinen Reden, Jacopo! Wenndu aber den Fischer kennst, so ermahne ihn zur Behutsamkeit.Sauet Marcus duldet die dreisten Ansichten seiner Klugheit nicht.Es ist schon das dritte Mal, daß man diesen Fischer wegen seinesVorwitzes hat tadeln müssen; die väterliche Fürsorge des Senatsdarf nicht Mißvergnügen in den Gemüthern einer Klasse, die erseiner Pflicht gemäß und mit Freuden beglücken möchte,, sich mi-nisten lassen. Suche Gelegenheit, ihn diese ersprießliche Wahrheithören zu lassen. Ich möchte wirklich nicht gern, daß ein Unglück denSohn meiner alten Amme besonders in seinen letzten Jahren beträfe."

Der Bravo beugte seine Gestalt, zum Zeichen, daß er den Auf-trag übernehme, während Signor Gradenigo im Zimmer auf undnieder ging, aufrichtige Theilnahme in seiner Haltung verrathend.

Du hast gehört von dem Rechtsspruch in Sachen des Genue-sen?" hob er wieder an, nachdem eine neue Pause ihm Zeit ge-geben hatte, seine Gedanken anderswohin zu lenken.Die Tri-bunale haben schnell entschieden, und obgleich eine Mißhelligkcitzwischen den beiden Staaten bevorzustehen scheint, wird die Weltnun sehen, wie streng dennoch auf unseren Inseln Gerechtigkeitgeübt wird. Ich vernehme, man wird dem Genueser ansehnlicheGeldbußen geben, und einige von unseren eigenen Bürgern werdenum große Summen gestraft werden."

So habe ich auch seit Sonnenuntergang auf der Piazetta ge-hört, Signore!"

Und sprechen die Leute nicht von unserer Unparteilichkeit, und