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denjenigen Angelegenheiten, die mit einem in ihm so lebendigenInteresse als Venedigs Seemacht war, zusammcnstießcn, alles Ge-fühl getödtct. In dem kleinsten Anlauf gegen so delikate Rückfichtensah er das Unglück einer Neuerung, und die Politik hatte sein Ge-müth zu einer unbarmherzigen Härte gewöhnt, wann es das Rechtdes heiligen Markus, die Dienste seines Volkes zu fordern galt.
„Ich wollte, du wärest gekommen, mich um Scclmcssen oderum Geld, oder um irgend sonst Etwas zu bitten, Antonio, nurnicht um dich!" crwiederte er nach einer kleinen Pause. „Du hast,wenn ich uicht irre, den Jungen von seiner Geburt an immer umdich gehabt?"
„Signor, ja, ich hatte diese Freude. Er ward als Waise ge-boren, und ich hätte ihn gern behalten, bis er tüchtig gewesenwäre, in die Welt zu treten, ausgerüstet mit Redlichkeit undGlaube, um ihn vor Unbill zu behüten. Wäre mein eigener tapfe-rer Sohn hier, er würde auch um kein anderes Glück für denJungen bitten, als ihm den Rath und Beistand nicht zu rauben,den auch ein armer Mann das Recht hat, seinem Fleisch undBlut angedeihen zu lassen!"
„Er.fährt nicht schlimmer als Andere, und du weißt, daßder Staat eines jeden Armes bedarf."
„Excellenz! als ich in den Palast trat, sah ich Signor Gia-como aus seiner Gondel steigen."
„O über dich, Gesell! Machst du keinen Unterschied zwischendem Sohn eines Fischers, zwischen einem, der von Rudern und vonHandarbeit lebt, und dem Abkömmling einer alten Familie! Geh',anmaßender Mann, und denke an deinen Stand, und an den Un-terschied, den Gott zwischen unsere Kinder gesetzt hat."
„Ja wohl, die meinigen haben mir niemals Kummer ge-macht, als in ihrer Sterbestunde," sagte der Fischer mit dem Toneines ernsten aber sanften Vorwurfs.
Signor Gradenigo fühlte die Schärfe dieses Tadels, der aber