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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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einem Fremden Geschäfte haben. Wenn Ihr es war't, der miteinem friedlichen und unschuldigen Gondelier im Hofe des Palasteszusammentraf, eben als der Thurm der Piazza das letzte Viertelschlug, und von diesem einen Ring erhielt, der keinem als dem recht-mäßigen Eigenthümer etwas nützen kann, so wird ein so edclmüthi-ger Mann nicht anstehen, ihn zurückzugeben."

Hältst du mich für einen Juwelier vom Rialto, daß du vonRingen mit mir sprichst."

Ich halte Euch für einen Mann, der gar wohl bekannt undgeschätzt ist bei vielen Leuten von Rang und Bedeutung hier in Ve-nedig, wie der Auftrag meines Herrn an Euch beweisen kann."

Nimm die Maske ab. Ehrliche Leute brauchen das Gesichtnicht zu verstecken, womit sie geboren sind."

Ihr sprecht gar sehr wahr, Signore Frontoni, was nicht zuverwundern ist, da Ihr so oft Gelegenheit habt, in die Handlungs-weise der Menschen zu schauen. Aber mein Gesicht hat nichts, dasdie Mühe verlohnte, es anzusehen; und ich möchte gern wie alleAndern thun in dieser lustigen Zeit, wenn's Euch beliebt."

Wie du willst. Ich bitt' dich aber, laß mich desgleichen thun."

Wer wollte so verwegen sein, Euch Euer Belieben streitig zumachen, Signore?"

Mir beliebt, allein zu sein."

6o8p6tto! kein Mensch in Venedig hüls' Euch lieber dazuals ich, wenn nur meines Herrn Auftrag besorgt wäre," murmelteGino zwischen den Zähnen.Ich habe hier ein Packet, Signore,das ich Euch und keinem Andern abgeben soll."

Ich kenne dich nicht. Hast du einen Namen?"

So wie Jhr's meint, eben nicht, Signore! In der Art vonRus bin ich so namenlos wie ein Findelkind."

Wenn dein Herr nicht mehr bedeutet als du, so kann dasPacket zurückgegeben werden."

's gibt Wenige im Gebiet von St. Marcus, die edleren