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zu, bald den ungestümen Gruß eines Possenreißers erwiedernd, baldFrauenzimmer abweisend, die weniger als jene Contadina verstelltwaren. Endlich erreichte er einen Platz am Quai, welcher mehrRaum für Beobachtungen darbot. Er blieb stehen, unentschlossen,ob er zurückkchren und seinem Herrn seine Unvorsichtigkeit einge-stehen, oder ob er den Versuch zur Wiedererlangung des so alberneingcbüßten Ringes noch einmal erneuern sollte. Auf dem leerenRaum zwischen den beiden Granitpscilcrn befand sich Niemand als erund noch ein Anderer, der regungslos wie eineBildsäule am Fußgestelldes Löwen von St. Marcus stand. Zweie oder drcie streiften dichtau dem unbeweglichen Fremden hin, sei es aus Neugier, sei es, weilsie Jemanden suchten, der sich hier einfinden sollte, aber, wie zurück-prallend von seiner Stein-Physiognomie, glitten sie vorüber. DaGino mehrmals dieß auffallende Zurückschreckcn vor dem Unbekann-ten bemerkt hatte, fühlte er sich bewogen, sich diesem über den Platzhin zu nähern und die Ursache zu erforschen. Bei'm Schalle derTritte drehte sich der Fremde ein wenig, und, als das volle Mond-licht jetzt ans seine Züge fiel, zeigten sich dem Gondelier das ruhigeGesicht und forschende Auge Dessen, an den er abgeschickt war.
Zuerst durchzuckte den Gondelicr wie alle Andern die Lust, sichschnell zu entfernen, aber er gedachte seines Auftrags und seinesVerlustes, und suchte seinen Widerwillen und seine Bestürzung zubemeistern. Noch sprach er nicht, sondern starrte nur den Banditenmit einem Blick an, welcher zugleich die Verwirrung seines Gcmüthsund halbe Lust zur Anrede kund gab.
„Willst du etwas von mir?" fragte Jacopo, da Beide sich längerangesehen hatten, als bei zufälligen Hinblicken zu geschehen pflegt.
„Meines Herrn Siegelring!"
„Ich kenne dich nicht."
- „Dieß Bild San Theodors, wenn es reden könnte, müßte be-zeugen, daß ich die heilige Wahrheit sage. Ich Hab' die Ehre nicht,Euch bekannt zu sein, Signore Jacopo, aber man kann auch mit