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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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längst wissen, wie du damit bei mir unrecht ankommst. Sag' mirdie Wahrheit, oder du sollst nicht an dein Geschäft kommen, son-dern hier mein Gefangener bleiben, so lang mir's beliebt."

Vielleicht, daß ich dir nicht von Geschehenem geredet habe,sondern was ich denke, daß binnen Kurzem geschehen wird! AberDon Camillo hat mich neuerlich so auf dem Wasser erhalten,daß ich fast Alles im Traume thue, sobald ich nicht beim Ru-der bin."

Du suchst mich umsonst zu hintergehen, Gino! denn dein Augesagt mir die Wahrheit, und wenn deine Zunge und dein Hirn werweiß wohin gerathen. Trink' da einen Schluck und entlaste deinGewissen als ein Mann."

Ich wollte, dein Vater machte mit Stefano Milano Bekannt-schaft," sagte der Gondelier nach einem langen Athemzuge undnoch längeren Trunk.Das ist ein Padrone aus Calabricu, deroft köstliches Getränk aus seiner Gegend in den Hafen bringt, undder dir ein Faß rothen olirisli durch den Brogliö selbst

schafft, ohne daß cs ein einziger von den Herren gewahren soll.Der Mann ist gegenwärtig hier, und wenn du willst, so könntetihr bald um einige Schläuche Handel eins werden."

Ich bezweifle, daß er besseres Getränk hat, als was hier imSande des Lido gereist ist. Trink' noch einen Schluck, es schmeckt,wie man sagt, das zweite Mal besser als das erste."

Wenn der Wein sich auf solche Weise verbessert, so muß dei-nem Vater das Herz schwer werden, wenn er die Hefen sieht, 'swär' ein Werk der Barmherzigkeit, ihmStcsano's Bekanntschaft zuverschaffen."

Nun, und warum nicht jetzt gleich? Seine Felucke, sagst du,ist im Hasen, und du kannst ihn ja herführen durch die geheimeThür und die Gäßchen."

Du vergißst mein Geschäft. Don Camillo ist nicht gewohnt,zuletzt bedient zu werden. 6ospstto! 's wär' ein Jammer, wenn