Jacke abwarf und die einfachere geschwind anzog, welche er verlangthatte. „Die Mütze, Nnnina, und die Maske!"
„Eine so falsche Physiognomie, wie Deine, bedarf doch nichterst des seidenen Läppchens, um sich zu verstecken," sagte sie, ihmdessenungeachtet beides hinwersend.
„Gut so — Pater Baptistaselber, der sich rühmt, er könne einenSünder von einem Reuigen durch den bloßen Geruch unterscheiden,soll doch in diesen Kleidern nicht Don Camillo Monforte's Dienerahnen! 6o8pstw! Ich habe halb Lust, dem Schuft von Juden, beidem deine goldene Kette versetzt ist, einen Besuch zu machen, undihm einen Wink über die Folgen zu geben, wenn er darauf besteht,die accordirten Zinsen doppelt zu nehmen."
„'s war' christliche Gerechtigkeit! Was soll aber unterdessenaus der wichtigen Sache werden, Gino, die du so eilig zu Standebringen mußt?"
„Du hast recht, Mädchen. Pflicht über Alles; obschon es sogut Pflicht wie irgend Etwas ist,einem diebischen Juden einenSchreckeneinzujagen. Sind deines Vaters Gondeln alle in Wasser?"
„Wie sollt' er denn sonst nach dem Lido gekommen sein, undmein Bruder nach Fustna, und die zwei Arbeitslcute an ihre gewöhn-lichen Geschäfte aus den Inseln, oder woher sollt' ich sonst alleinim Hause sein?"
„viuvolo! ist kein Boot im Kanal?"
„Du hast ungewöhnliche Eil', Gino, jetzt mit deiner Maskeund Sammetjacke! Ich weiß nicht, ob ich Einen darf in meinesVaters Haus herein lassen, wenn ich allein bin, daß er dann soverkleidet und zu dieser Tageszeit fortschleiche. Du mußt mir dei-nen Auftrag sagen, damit ich urtheilen kann, ob das zulässig ist."
„Fordere lieber von den Dreihunderten, daß sie dir ihr Erimi-nalbuch aufmachen! Gib mir den Schlüssel von der Vorderthür,Mädchen, daß ich meiner Wege gehen kann."
„Wenn ich erst wissen werde, ob dieß nicht ein Handel ist, der