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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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hat, die Fische der Lagunen zu füttern, welche den Verdacht ausirgend ein so unglückliches Anconaschiff werfen konnte, wenn manje den Leichnam fände."

He, du brauchst das nicht so laut zu schreien, als grüßtestdu einen Sicilianer durch's Sprachrohr, wenn sich's auch so ver-hält. Wahrhaftig, es gibt wenig Geschäftsleute, denen man mehrKundschaft zutraut, als Dem, welcher eben nach der Piazetta ging."

So, für zwei Zechinen!" setzte der Calabrcse mit einer er-läuternden Geberde hinzu.

8imtn Nnclonna! Du vergissest, Stefano, daß der Beicht-vater keine Mühe hat, wenn dieser Einen expedirt. Von seinerFaust hast du den Stoß nicht einen Deut *) wohlfeiler, als hun-dert Zechinen. Deine Sorte für zwei Zechinen läßt ja einemManne Zeit, Geschichten zu erzählen, oder gar seinen Segen zubeten während der halben Arbeit."

Jacopo!" ries der Andere mit einem Nachdruck, der all' seinenAbscheu und sein Entsetzen gleichsam in einen Laut zu fassen schien.

Der Gondelier zuckte die Achseln, und in der Gcberde lag soviel, als ein Mann von der Ostseeküste nur in Worten sagen könnte,aber auch ihm schien die Sache zur Genüge verhandelt.

Stefano Milano," sagte er nach einer Pause,es gibt Dingein Venedig, die ein Mann, der seine Maccaroni in Frieden essenwill, wohl thut, zu vergessen. Mag dein Geschäft hier sein, welchescs wolle, du kommst gelegen, dem Wettsahren beiznwohnen, dasder Staat selber morgen gibt."

Wirst du bei dem Rennen dabei sein?"

Georgio oder ich, unter'm Schutz des heiligen Teodora. DerPreis ist eine silberne Gondel für Den, der durch Glück oder Ge-schicklichkeit den Sieg davon trägt. Dann werden wir auch nochdie Hochzeit mit dem Meere haben."

') Im Original steht csrstsno, die niedrigste Münze Venedigs im Wertheetwa ein Pfennig. Das Wort scheint aus quaranta (40) verderbt zu sein.