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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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wohl edel zu nennen, sich hervorthuend in jener kräftigen, männlichenZeichnung, welche den schöneren Männern in Italien eigen ist. Ansdiesen auffallenden Zügen hervor blitzte ein Auge voll Feuer, Klug-heit und Leidenschaft.

Indem der Fremde vorüberging, streiften seine glänzenden Au-gen den Gondelier und dessen Gefährten, aber dieser Blick, ob-gleich durchdringend, war doch antheillos, einer von jenen Streif-blicken, welche Menschen, die zu Mißtrauen Ursache haben, in dieMenge zu werfen pflegen. Derselbe Blick traf jeden Nächsten, derentgegenkam, und ehe sich die feste, gehaltene Gestalt im Haufenverlor, hatte das unstäte Auge mit seinem schnellen, blitzendenStrahl wohl zwanzig Andere berührt.

Der Gondelier und der Seemann schwiegen still, bis sie denFremden, dem sie starr nachsahen, gänzlich aus den Augen verloren.Dann stieß der Erstcre eintönig und mit tiefem Athemzuge hervor:Jacopo!"

Sein Kamerad hob drei Finger auf, verstohlen aus den Palastdes Dogen deutend:

Lassen sie Den so frei umherlausen, selbst in San Marco?"fragte er mit unverstelltem Erstaunen.

's ist nicht leicht, euro umioo, Wasser Strom aus treiben,oder den Strom, wo er hinabstürzt, hemmen. Die meisten Sena-toren, sagt man, würden lieber ihre Aussicht auf die gehörnteMütze fahren lassen, als diesen Jacopo! Er kennt mehr Familien-geheimnisse, als der gute Prior von San Marco, und doch sitzt derarme Mann die Hälfte seiner Zeit im Beichtstuhl."

Aba, sie haben Furcht, ihm ein eisern Wamms anzulegen,damit nicht Geheimnisse ungeschickt ausgepreßt werden."

Loi'po cli Lsooo! 's wär' wenig Frieden in Venedig, wennder Rath der Dreie stch's einfallen ließe, die Zunge jenes Mannesso plump frei zu machen."

Man sagt aber, Gino, daß der Rath der Dreie eine Manier