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15 (1853) Der Bravo : eine venetianische Geschichte
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anlangt, nicht viel Geschmack und Kenntniß hat, in's Wasser, undrettete die junge Dame, damit cs ihr nicht wie ihrem Onkel er-ginge."

Oiuvolo! Dn hast mir noch keine Sylbe gesagt von einerjungen Dame und dem Tod ihres Onkels."

Ach, du hattest deinen Tunesen im Kopf und hast's vergessen.Ich muß dir ja doch gesagt haben, wie nah' die schöne Signoradaran war, das Schicksal der Gondel zu theilcn, und wie der Pa-drone den Tod des römischen Marchese auch aus seiner Seele hat."

8i»ilo Unckio! daß ein Christ den Tod eines gehetzten Hun-des sterben soll durch die Unachtsamkeit eines Gondcliers!"

Es mag ein Glück für Den von Ancona gewesen sein, daß csso kam, denn der Römer, sagen sie, war ein Manu von Bedeutung,daß er allenfalls hätte auch einen Senator über die Seuszerbrückespediren können."

Hol' der Teufel alle unachtsamen Schiffslcute, sag' ich!Was ist aus dem linkischen Schurken geworden?"

Ich sag' dir, er machte, daß er aus dem Lido kam, oder"

Pietrillo?"

Den holte Giorgio mit der Ruderstange herauf, denn wirwaren alle Beide hinterher, die Kissen und andere Sachen vonWerth aufzufischen."

Konntest du für den armen Römer gar nichts thun? Eskann ja der Brigg Uebelcs begegnen um seinen Tod!"

Immerhin, immerhin sag' ich dir, bis sie ihre Rippen aufeinen Felsen legt, der härter ist als das Herz ihres Padronc. Fin-den Fremden konnten wir nichts thun als beten zu San Teodora,denn er ist nicht wieder aufgestandeu. Aber was hat dich her-gebracht nach Venedig, ouio mio? denn dein letztes Unglück mitden Orangen hat dir ja den Platz unerträglich gemacht."

Der Calabrese legte einen Finger auf die eine Backe und zogdamit die Haut nach unten, so daß sein dunkles, schelmisches Auge