Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
Entstehung
Seite
345
Einzelbild herunterladen
 

Der Cid.

An der Narbe, die dem Feldherrn -Statt der Schätze, statt der Lordeern,Einzig blieb als Ehrcnmahl.

Alsobald ward er gerufen;

Es erjauchzt das ganze Heer.

Vor ihm ging der Feinde Schrecken -Ihm zur Seite Sieg und Ruhm.

Stillen Sinns nahm Er den Palmzweig,Gab die Lorbeern seinen Treuen -Seinen Tapfersten im Heer.

Als nach ausgefochtnem KriegeJetzt der Siegestanz begann,

Drangt mit Zween seiner HeldenEine Mutter sich hervor.

-,Vater, nimm hier deine Kinder !Feldherr - sieh hier deine Söhne,

Mich- dein Weib - EugeNia."

-,We die Löwin ihre JuNgeNJagt' ich sie den Räubern ab.

Nachbarlich in dieser Hütte,

(Komm' und schau!) erzog ich sie.Glaubte dich uns langst verloren;

Deine Söhne mir statt deinek-Deiner werth erzog ich sie."

-,Als die Post erscholl voM Kriege,Rufend deinen Namen aus,

Auferweckt vom TodrentraumeRüstet' ich die Jünglinge.

Herders W. z. sch. Lit. u. Kunst. !!!.

I Der tl'i </,