Brechen aus dem Abgrund'; in den LüstenHeulen Stürme, Geister in den Stürmen:
„Weh den Menschen, Weh! Zu Noch und Jammer,Tausenden zum Weh ist er gebohren!" —
Als in dunkler Nacht das Licht der VölkerAufgieng, lag die Well in heil'ger Stille.
Heller glanzeten die Sterne; segnendTrat ein neuer Stern hervor, und sagteFrommen Weisen in das Herz: „erfülletIst der Zeiten langer Wunsch und Hoffnung;
Denn der Trost der Völker ist gebohren! "
Und die Engel sangen in den Lüsten:
„Ehre, Ehre sey Gott in der Höhe!
Fried' auf Erden, allen Menschen Freude!"
Und ein Engel trat zu armen Hirten:
,Freuet euch! dem Volk ist er gebohren!"
Stillverborgnes Kind! Es sangen keinePhöbusschwan' um deine dunkle Krippe;
Aber was die treue Turteltaube
Deiner Höhle *) sang: (die ew'ge Liebe
Sprach und girrete in ihren Tönen)
Das erzähle mir die heil'ge Sage:
„Lieblicher Knabe,
Find' ich dich hier?
Hier in den Windeln,
Hier in der Kluft?
*) Nach der Tradition ist Christus in einer Felsen«höhle vor Bethlehem gebohren.
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