Der Eid.
Die Führerin.
Führe mich, o Muse, jenen engenSteilen Pfad. Er windet sich durch Höhlen,Wie Man sagt, des dunkeln AberglaubensUnd Betrugs. Er scheint sich in die WüsteZu verlieren, wo das rege IrrlichtAuf den Sümpfen hüpft. Auch seh ich DistelnNeben mir. Nur locket jener Glanz michAuf der Höh'. Es tönen LobgesangeDroben. — Muse! —
Doch sie ist verschwunden. —Wie? und vor mir schwebet eine andreLiebliche Gestalt, in Hellen ByssusSanft vcrschleyert. „Himmlische, wer bist du?
Ach, auf deiner Brust sind Blutestropfen.
Und die Lilie in deinen Händen — "
„Von dem Dolche feindlicher Verlaumdung,Freundlicher Entweihung sind die WundenMir gegraben; doch das Blut der UnschuldBringet Heil."
-Herders W. z. sch. Lir. u, Kunst. Hl. S Oer c-Ä,