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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
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Der Cid.

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Wäre dem Allen so: so könnte man nicht an-ders antworten, als:spottet nicht, sondern bessert!" Der Arzt laßt sich die Gebrechen seines Krankenerzählen, nicht bannt er sie witzig zur Schau trage,sondern damit er ihm Leichterung schaffe und ihmhelfe. Wäre alles, wovon gesprochen ist, ein schwe-rer dunkler Traum langer Jahrhunderte, ein unge-heurer Wahnsinn der -Zeiten gewesen; zeiget ihnals solchen. Hebt die Erzählungen verführter, miß-leiteter Seelen sorgsam aus, und bemerkt, wie siemißleitet wurden, wie sie sich selbst verführten. Zeigtdies mit aller zarten Theilnahme, mit jedem hülfrei-chen Erbarmen, herabsteigend in die Tiefen der mensch-lichen Natur, in ihre betrüglichen Tiefen. Wie lehr-reich werdet ihr schreiben! Eine kleine Legende wirdmehr Psychologie, mehr Warnung, Rath und Trostenthalten, als vielleicht ein ganzes System kalter pha-risäischer Sittenlehre. Sie wird wieder werden, wasihr Name sagt, ein durchaus zu Lesendes, eineLegende,

Nur gehört vor allem hiezu Theilnahme,Versetzung ins Zeitalter und Leben de-rer, von denen man redet. Nach unsrer lich-ten Zeit können wir nicht alles bcurtheilen; nicht je-de andre Zeit warf alles Heilige als einen Unrathvon sich. Das Kreuz hat einst den Völkern Ruhegebracht; es stillete Aufruhr, Fehden, Zwietracht undgebot den G o tte s fr i e d en. Tempel waren Zu-fluchtsorte der Unbewehrtcn gegen Raub und Un-terdrückung; der Altar war eine Statte des öffent-lichen Bekenntnisses, des Gebets, der GemeinschaftGottes mit den Menschen. Das Grab war ihnen