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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
Entstehung
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251
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Der Cid.

LZ,

unser Geist und unser Herz zu scheu begehret. Ge-spottet hnt man über sie genug, und zwar öftersmit schaalem Spott, mit sehr unwissender Verläum-dung; darf man sie nicht auch einmal nützlich ge-brauchen ? Der Spott, zu dem manche von ihnenselbst Gelegenheit gaben, ist erschöpft; das Feld des'Nutzbaren in ihnen steht fast noch^unberühret da.Nach den Sprüchen der Altvater ist dis schwersteTugend und die höchste Eeistesgabe, ,

prüfende Unterscheidung.

Was soll also auch die jammernde Furcht:man möchte sich durch Lesungen dieser Art den Ge-schmack verderben?" Wessen Geschmack dadurch ver-derbt werden kann, hatte weder einen festen noch all-gemeinen Geschmack; er stand vielleicht in einemWinkel des Erdbodens tändelnd. Ist nicht aber dieganze Erde des Herrn ein Wohnplatz der Mensch-heit ? Wenn Aga nippe, Arcthuse, Dirceund der Cephissus angenehm rauschen; warumZollte nicht dort auch der Jordan, der Kur, derGanges labende Wellen treiben? warum nicht auchein Bach in der thebaischen Wüste?

Muß das Schöne blos nutzlos seyn? kann esnicht auch stärkend, erquickend werden?