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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
Entstehung
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220
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Treu dem Cid und ganz ergeben,

In deß Hütte trugen beydc,

Schweigend die Verlassenen,

Wo, des Landmanns Weib und TöchterFreundlich ihrer sich annahmenUnd sie treu vcrpflegcten.

Don Ordonno sprach: Sennora'SUnter dieser guten LeuteSichern Obhut weilet hier;

Ich geh' jcHt mit einer Nachricht

Ach, wo wcrd' ich Worte finden,

Sie dem Vater, sie der MutterZu verkündigen? Dem Cid!

Wo die Thatcn Rache fodern,Schweigen Worte. Cid erwiedcrtNichts, und schlug sich an die Brust.Wohl hast du mir das gcsagct,

Gutes Herz! doch so abscheulich,Schändlich, häßlich, niederträchtig,

Nicht der Teufel handelt so."

Aber welche ThranenqucllenWerden jetzt der Mutter Augen!

Standhaft tröstet sie der Cid;

Sendet Boten ab zum König,

Schnelle Voten, um Erlaubniß,

Kommen selbst vor ihn zu dürfen,

Gen Toledo, wo er war.