D e r C i d. 167
^„Sohn, ich weine!So weint' über mich mein VaterEinst, beleidiget vom KönigZu Toledo — Seine ThränenGaben mir des Löwen Stärke,
Und ich bracht' ihm, welche Freude ISeines stolzen Feindes Haupt."
Mittag war es, als der letzteSohn des Grafen Arias,
Don Fernando, auf den Platz trat;
Dem Besieger seiner Brüder,
Seinem stolzen Blick begegnetEr mit Ruh' und Festigkeit.
Dieser spielend mit dem jungenKrieger, nahm den ersten Streich auf,
Auf die Brust; er war nicht tödtlich.
Aber bald lag mit den TrümmernIhrer Rüstungen der KampfplatzUeberdeckt. Gebrochen lagenSchon die Schranken; beyde RosseKelchen, durch und durch im Schweiß.
Als man ihnen Morgensterne,
Kolben brachte, deren EisenBlitzt in ihrer beyder Hand.
Und der erste Schlag des EisensIn der starkern Hand Ordonno'sTraf des edlen Jünglings Haupt.
Todtverwundet, (seinem RosseGriff er um den Hals und hält sich