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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
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122
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422 Der Cid.

Meiner Treue mich zu rühmen,

Stehet mir nicht an; der LiebeIst treu seyn die schönste Pflicht.

Nur wie dürft Ihr mir, der Treuen,Mir, der Liebenden, Rodrigo,

Von so langem Abschied sagen?"

Ach, beschlossen ists, beschlossen,Eins von bey.denSoll ich meinen

Eins aufgeben'

Wohl mein Leben,

Oder mindstens die Geduld."

Wenn ich Euch verehrend liebe,Denkt Ihr nich? daran, Rodrigo,

Daß die Zeit ja Alles, AllesRückwärts führe? Daß im HerzenAuch der tiefsten Lübe WurzelSterbe, wenn man sie nicht pflegt.

Zwar ist dies Euch keine Drohung:

Denn in Worten wie in ThatenKann Li mene den RodrigoNie beleidgen. Eifersüchtig.Könnte sie als Kind nur sterben."

Ja es ist, es ist beschlossen!

Eins von beyden aufzugebm,

Die Geduld oder mein Leben."

Undankbare Mannerherzen!

Euch entflammt der Weiber Leichtsinn;