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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 3 (1821) Der Eid
Entstehung
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107
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Der Cid.

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Ehgcnofsen, also langeSie zu trennen und so oft?"

Welches Hiebt Euch Macht, o König,Mir aus einem zarten Manne,

Artig, liebenswcrth, bezaubernd,

Aller Welt zum wüsten SchreckenEinen Löwen zu crziehn? "

Sechs Monate Tag' und NachteHaltet Ihr ihn fest im Zügel;

Und wohl einmal kaum im JahreSieht er seine Gattin, mich."

Und wie kommt er? Blutgebadet,Bis zu Füßen seines Pferdes;

Wenn ich dann mit meinen ArmenIhn umfange, schlaft er ein;"

Träumet, wie ein Wildbcscßner,Schlachten, Kämpfe. Kaum noch tagetAn dem Firmaments druntenDer Aurora frühster Strahl;"

Ohne mich nur anzuschauen,

Ob ich wache, ob ich schlafe,

Springt er auf Mit welchen Thränen,Großer Gott, empfing ich ihn!

Vater wollt' er, mir und Alles,

Vater und Gemahl mir seyn!

Alles fehlet der VerlaßnenJetzo, Vater und Gemahl."