ig6 Fragmente jur beutfd)en Literatur.
SSolfer; nicht um baS ISucgcrrcct>t meines 2}ater=lanbeS ju «edieren, werbe ict) ein naturaliftrter grem*ber: benn fonjt «ediere id) mehr, als id) gewinne,©ottbern id) gebe bloS burd) frembe ©arten, umfür meine ©prache, als eine 93erlobte meiner 25enE=art, Ultimen ju holen: id) fel)e frembe ©itten,
um bie meinigen, wie grud)te, bie eine frembe ©on=ne gereift fjat, bem ©eniuS meines SßaterlanbeS juopfern. äßenn id) mid) meinet tfjeimatf) entgehe,unb mid) in fremben ©prad)en weibe, ahme id)SleifiS SSienen nad),
s - « bie in jerjtreueten •beeren ,
Die Cuft biwdjfäufeln, unb fallen auf Sttee unb btutjen«
be ©tauben
Unb bann bcimteljren jur 3eUe mit füget S3eutc beta»
ben
Unb liefern uns £onig ber SBeiöbeit.
3 cf) fege jwei @d)tiftfie(ler äufnmmen, «on be*nen ber eine in feiner 0 p r a c b e, ber anbere ineiner fremben tobten 0prad)e fdjreibt: wer «on if)-nen fann greifet werben ?
SBenn ber, fo in einer ffemben ©pradje fetyreibf,bie SWutterfpradje »erachtet, in ber et erlogen ift,fo muf er «on i(jr übel erjogen fepn, baf bie erften©itibrucfe ber Silbung gar nid)t bet if)m jurSteife gefommen; benn fonfi ftnb bie ©purenbiefeS frühen ©eprageS ber ©eele nnauolofdjlid). — 15Bie »ie! «ediert ein ©djriftfleller fjiebei, beffen ©eiflnicht burd) feine Sprache mächtig geformt ijt!aUeö fein fpdtereö Semen bemalt bie £>berflÄd)e ber