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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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scx, Fragmente zur deutsche« Literatur.

tcrnehmcn wird, einzelne Zeitpunkte der Geschichtemit allem Fleiß zu bearbeiten: so wird unsere Spra-che so leicht Muster im historischen Styl bekommen »als sie schon in der Weltwcisheit hat.

Schone Prose ist schon mehr in die Idio-tismen verwebt; und unsere Sprache hat also in die-ser Schreibart viel von der Französischen gewonnen.-Poesie ist beinahein ihren Schönheiten unübersetzbar,weil hier der Wvhlklang, der Reim, einzelne Theileder Rede, Zusammensetzung der Worte, Bildung derRedarten, alles Schönheit giebt.

Aus allem diesem folgt, daß unsere Sprache un-streitig von vielen andern was lernen kann, in de-nen sich dies und jenes bester ausdrücken laßt (solltecs auch nur das Schimpfen scyn, wozu den Criti-kern gemeiniglich das schönste Latein gedicnct); daßsie von der Griechischen die Einfalt und Wür-de des Ausdrucks, von der Lateinischen die Net-tigkeit des Mittlern Styls, von der Engli-schen die kurze Fülle, von der Französischen diemuntere Lebhaftigkeit, und der Italienischenein sanftes Malerische lernen könne. Alleinman sieht auch, daß in jeder Gattung der Schreib-art kein Genie sich seiner Muttersprache schämenoder sich über sie beklagen darf, weil überhauptfür einen jeden vortrefflichen Schriftsteller die Ge-danken Söhne des Himmels, die WorteTöchter der Erde sind.