Erste Sammlung.
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nommen, zeigt, wie weit weg wir von diesem Landeder Dichter sind: freilich weit, und zu weit weg,
um je in dasselbe zu kommen, und cs als unserVaterland ansehen zu können; aber nicht zu weitweg, um dasselbe kennen zu lernen, und die Nach-richten daraus zu nutzen. Wir wollen hierüber et-was versuchen.
So wie uns unsere besten Heldentbaten, diewir als Jünglinge thaten, aus dem Ecdachtniß ver-schwinden : so entgehen uns aus dem Jünglingsal-
ter der Sprache, jedesmal die besten Dichter, weilsie vor der Schriftstclle-rci voraus gehen. Im Grie-chischen haben wir aus dieser Zeit eigentlich nur deneinzigen Homer, dessen Rhapsodien durch einen glück-lichen Zufall viele Olympiaden nach seinem Todeblieben, bis sie gesammelt wurden; da alle übrigenDichter vor ihm, und viele nach ihm verlohren sind.Aeschylus und Sophokles und EuripidcSbeschlossen die poetische Zeit; in ihrem Zeitalter er-fand Pherecydcs die Prose; erodot schriebseine Historie, noch ohne Perioden; bald gab Gvr-gias der Redekunst die Gestalt einer Wissenschaft,die Wcltweishcit sicng an öffentlich gelehrt zu wer-den, und die Grammatik wurde bestimmt. Der ein-zige Homer steht also am Ufer dieses großen dun-keln Meeres, so wie ein Pharus da, um einegroße Strecke, wcnicstens hinan sehen zu können.Und dieser Sänger Griechenlandes trifft, wie michdünkt, eben auf den Punkt, der schmal, wie einHaar, und scharf, wie die Schärfe des Schwerinsist, da Natur und Kunst sich in der Poesie vereinig-ten: oder vielmehr, da die Natur das vollendete