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Fragmente zur deutschen Literatur.
Wenn ich diesen Schriftsteller mit Zimmermannvergleiche: ft bemerke ich freilich an dem letzten mehrFleiß in der Auswahl der Gedanken und Worte;aber einen gewissen Französischen Geschmack, einenNeichthum von Anführungen, der dem Verfasser selbstweniger übrig laßt, als er liefern könnte. —
5. Jetzt ein Schriftsteller nicht blos des Vater-landes, sondern auch der Menschheit: Spalding.So wie seine Wahrheiten sich zwischen Philosophieund gemeine Beobachtungen stellen; ft granzt auchsein Vortrag mit Genauigkeit und Aufwand: seingesetzter Sty^ nimmt hie und da die Miene desTiefsinns an, und sein blühender Styl scheint sichin den Luxus zu verlieren; aber man trete naher!Selbst der Aufwand wird alsdenn ein Stück desNothwendigcn, und die Schreibart schließt sich derDenkart ft an, wie die nassen Gewänder der Altenden Körper durchschimmern ließen. Dies geht ft weit,daß, wie ich glaube, die dem Verfasser bisweilenmühsam gewordene Denkart immer durchblickt: ermag sie ft sehr mit Blumen bestreuen, als er will.Aber eben dies verbürgt auch die Treue, mit der erfeine Seele entdeckt: und die in den Materien, worinn
Vssser. 1705. und die zweite Ausgab 170h. deraber über das Verdienst sehr französirt zu habenscheint, da er von den Verdiensten eines bal-esxrit, von den sinnlichen Verdiensten viel zuschwatzen weiß, eiwas was Abbt p. 28h.—287.in seiner Blöße darstellt. Magre Discourse überden Vorzug des Verdiensts vor Geburt und Reich-thum scheinen das A und O dieses Werks zu-- seyn, das ich nur aus Recensionen kenne.