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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 1 (1821) Fragmente zur deutschen Literatur ; 1
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44 Fragmente zur deutschen Literatur.

oft sehr wohl, und seinen Nachahmern meistens elendgelungen. Ich wußte nicht, ob diese neue glücklicheWersart nicht eher die natürlichste und ur-sprünglichste Poesie*) genannt werden könnte,in alle kleinen Tbeile ihrer Perioden aufgelöset,deren jeden man als einen einzelnen Vers eines be-sonder» Svlbenmaaßes betrachten könnte" statt daßihn die Literaturbricfe eine Künstliche Prosenannten. Ich überließ mich meinen Gedanken, undglaubte endlich, daß dies Sylbcnmaaß uns vielleichtvon vielem Uebel erlösen, und viel Aufschluß und Be-quemlichkeit bringen könnte. Man höre mich an:Erstens: Hatten wir einen Dithyrambischen Dich-ter, der wirklich von dem Blitzstrahle des Bacchus ge-troffen, trunken, und begeistert tönen würde:na-türlich wäre kein gefesseltes Sylbcnmaaß für ihn; erzerreißtes, wie Simson die Bastfeile, als Zwirns-fäden. Allein diese Verse sind Pindarische Pfeile inder Hand des Starken: die, mit Pindac zu reden,blos für die Mitverständigc klingen, dem großenHaufen der Ausleger aber, wie eine dunkle Wolkescheinen. Unser mißglückter Dithyrambensanger kanndieser Bemerkung, durch seinen Jkarischen Fall einGewicht beilegen. Und noch ein grösseres unsergöttliche Skalde, der seine Gesänge in die ganzeMusik unserer Sprache auflöset, der seinem Sylbcn-maaß das feierliche des Zeitalters giebt, aus welchemer kommt, und allen Wohlklang des Aeons, in wel-chen er erwacht ein Dichter, der in mehr als ei-ner Absicht vielleicht größer werden kann, als seineZeit.

*) Lit, Br. LH. 3. pag. rc>3.