4l2 II. Idem zur Geschichte und Kritik rc. re.
geistigen, moralischen, gleichsam unend-lichen Grund , ins Gemüth, in die Seelemahlet.
Sollte also nicht auch bei dieser, wie bei allenReihen fortgesetzter Nalurwirkungen ein Fortgangunumgänglich seyn? Ich zweifle daran, (den Fort-gang recht verstanden,) gar nicht. In Sprache undSillen werden wir nie Griechen und Römer werden,wir wollen es auch nicht seyn. Ob aber der Geistder Poesie durch alle Schwingungen und Eccentricita-tcn, in denen er sich bisher Nationen - und Zeitcn-tveise periodisch bemühet hat, nicht dahin strebe,immer mehr und mehr, so wie jede Grobheit desGefühls, so auch jeden falschen Schmuck abzuwerftnund den Mittelpunkt aller menschlichen Bemühungenzu suchen, nämlich die achte, ganze, morali-sche Natur des Menschen, Philosophiedes Lebens? dieses wird mir durch Vergleichungder Zeiten sehr glaubhaft. Auch in Zeiten des grö.ßesien Ungeschmacks können wir uns nach der großenRegel der Natur sagen: tenäiniu» lntenäiinus! Nach dem Lande der Einfalt, derWahrheit und Sitten geht unser Weg.