der Poesie und bildenden Künste. 3^7
Seitdem sind ^ die Göttin gischen gelehrtenAnzeigen nicht nur Annalen, sondern auchB c fö rd e r i n n e n und, ohne ein Tribunal zu seyn,c 0 n su l ar i sc h e Fasten und HülfsqueIle nder Wissenschaft worden, zu denen man, wennmanche cins.itige Kritik verstummt ist, wie durch Ly-bische Wüsten zum stillen Kcnntnißgebcnden Orakelder Wissenschaft reiset, und dabei immer noch Hal-lers und seiner Nachfolger Namen segnet.
Die Trommete war erklungen; es war be-stimmt, daß der bessere Geschmack der Deutschen imSchlachtgetümmcl empfangen und gebohren werdensollte. Wo zwei streiten, gewinnet der Dritte.Nikolai schrieb seine Bri.se über den Zustand derschönen Wissenschaften in Deutschland, mit Uebcr-sicht der Fehler von beiden Seiten: denn schon hat-ten wahrend dieses langen Streits mehrere Schrift-steller von Genie, das, worüber man-stritt, durchdie That entschieden. Leßing war Einer von ih-nen. Seine mancherlei Vorzüge an Kenntnissen,Geschmack und Schreibart gaben ihm ohne sein Wol-len das natürliche und erworbene Recht, durch einWeniges, der Anfang zu Vielem zu sepn, das wohlnicht sein Plan war. Durch Nicolai, Mcndel-sohn und Ihn fing die Bibliothek der schö-nen Wissenschaften, durch Ihn, Mendel-sohn und Nicolai singen die Literaturbriefe an;unstreitig mit einem Urtheil von feinerer Bestimmt-heit, in einem größeren Umfang von Zdeen und ei-ner scharfem Unparthcilichkcit als jene Parthcien ge-äußert batten. Der Bibliothek nahm sich, nachdemihre Urheber vom Werk abtraten, ein Schriftsteller