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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
Entstehung
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369
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der Poesie und bildenden Künste, 36z

warum die Engländer diese Eigenschaft so, eifrig zueinem Zuge ihres Nationalcharakters gemacht haben;ihr Irrrnrour nämlich war ein Sohn der Freimüthig-keit und eines eignen Betragens in allen Ständen.Witz, Eigensinn, gute und böse Laune, tolle Ein-falle n. s. haben andre Nationen, wie sie, oft besserals sie; nur keine Nation, (ehemals vielleicht dieHolländer und einige Deutsche Reichsstädte ausge-nommen), glaubte sie so offenbar äußern zu müssen,weil jede andre Nation das Gesetz der Gleichstellungmit andern zu hoch hielt. Wie aber der Italienerseinen Caprici, der Franzose seiner Gaskonadc freienLauf läßt, so gab der Engländer seinem trägerenchurnour nach; ein großes Feld für Komödien undRomane

Wie die Parlamente in England das öffentlicheReden in Gang brachten: so die öffentlichen Blätterdas Schreiben über Meynungen und Charaktere.Zeitungen und Pamphlets, Wochenblät-ter und Monatschriften hatten Einkleidungenund Schreibart dem Englischen Roman gleichsam zu-gebildet, daher es kein Wunder ist, daß der Franzö-sische, Spanische und Italienische Roman eine gan;andere Straße nahm, Insonderheit ist der EnglischeRoman den Triumvirn der Englischen P'rose, Swift,Addison und Steele, den größesten Dankschuldig. Der erste schrieb seine Sprache in derhöchsten Genauigkeit (Proprietät), die er in einerMenge von Einkleidungen zu erhalten wußte. SeinRoman der Menschenfeindschast, Gulliver, istvielleicht vom menschenfreundlichsten, aber kranken,

Herders W.z.schL».Lit,u,Kunst. VII. Aa