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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 7 (1821) Abhandlungen und Briefe
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172 II. Acen zur Geschichte und Kritik

Kindes - Jahre. Ihre Natur athmet die volle Ge-sundheit, die offene Fröhlichkeit, die uns Kinder s»lieb macht.

Die höcbste Idee aller Kinder — waskonnte sie also seyn? Im Himmel und auf Erdennichts anders als Eros, Amor, Unschuld undLiebe. Sind Kinder nicht sichtbar gewordene Dar-stellungen eines Moments der Liebe, in demsie ihr Wesen empfingen ? und in welche Gestalt konn-ten die manchcrley Spiele und Neckereien, die Ver-gnügen und Unbesonnenheiten, die uns die Liebespielt, die wir ihr unschuldig spielen, besser gekleidetwerden, als in die Gestalt des Kindes oder KnabenAmors? Bei den Dichtern, insonderheit des Idyllsoder der Fröhlichkeit und Freude, hatte er so vieleScherze begonnen; er begann sie auch in der Kunst,und aus manchen Vorstellungen derselben wäre nochviel "Niedliches zu dichten. ' Seine Geschichtemit der Psyche ist der vielseitigste, zarteste Ro-man, der je gedacht ward, über den schwerlich et-was Höheres auszudenken seyn möchte ; auch seineTgndeleyen mit der Mutter und mit andern Götternsind voll Grazie und Schönheit. Setzt man nunhinzu, daß die meisten dieser Spiele Amors undseiner Gesellen, die man Liebesgötter oderkindliche Genien zu nennen pflegt, nur zurVerzierung, auf schmalen Basreliefs, wo ihnen derOrt ihre Kindheit erlaubte, ja solche nöthig machte,oder aus geschnittenen Steinen, Siegelringen undsonst an Platzen oder Plätzchen Vorkommen, an de-nen diese Tandeleyen ein angenehmes Mehr alsNichts waren; so tritt Amor mit seinen Brüdern